Die Orgel in der Pfarrkirche Lachen

Die Lachner Orgel gehört mit ihren 43 Registern und 3046 Pfeifen nach Einsiedeln und Schwyz zur drittgrössten im Kanton Schwyz. Seit 1970 ist die Späth Orgelbau AG für die Lachner Kirchenorgel zuständig. 2008 wurde die Kirchenorgel vollständig revidiert. Die elektrische Registersteuerung wurde damals durch ein neues, computergesteuertes System ersetzt. Am Kapellfest-Sonntag, 29. März 2009, fand die feierliche Orgelweihe statt.

DISPOSITION

HAUPTWERK MANUAL I

SCHWELLWERK MANUAL II KRONWERK MANUAL III PEDAL

Quintatön 16′

Principal 8′

Rohrflöte 8′

Oktave 4′

Hohlflöte 4′

Oktave 2′

Mixtur 2′

Zimbel 2/3

Cornet 8′

Trompete 8′

 

 

 

 

 

 

Bourdon 16′

Principal 8′

Koppelflöte 8′

Salcional 8′

Unda maris 8′

Oktave 4′

Spillflöte 4′

Flageolet 2′

Quinte 2 2/3

Terz 1 3/5

Mixtur 2′

Harmonika 8′

Cor Anglais 8′

Trompete 8′

Clairon 4′

Tremulant

Gedackt 8′

Dolzflöte 8′

Principal 4′

Dolzflöte 4′

Oktave 2′

Scharf 1′

Larigot 1 1/3

Sesquialtera 1 1/5-2 2/3

Krummhorn 8′

Tremulant

 

 

 

 

 

 

Principalbass 16′

Subbass 16′

Principal 8′

Spitzflöte 8′

Oktave 4′

Nachthorn 2′

Mixtur 2 2/3

Posaune 16′

Zinke 8′

Corno 4′

 

 

 

 

 

 

Koppeln: III-I, II-I, III-II, I-P, II-P, III-P

Traktur mechanisch, Registratur elektrisch, Setzeranlage

Orgelbau Späth 1970 – Revisionen: 1985 und 2008

Geschichte

Orgel. Geschichte 201. 1652 Gründung der Cäcilienbruderschaft zur Pflege der Kirchenmusik. 1663 ist Ratsherr Sebastian Heinrich Gruber Organist 202. 1748 soll die Orgel wieder instand gestellt werden. 1775 Anschaffung eines Positivs beschlossen. 1805 wurde die alte Orgel von ehemals 13 Registern von Josef Willimann in den Chor versetzt und verkleinert 202a. 1805/06 erstellten Orgelbauer Josef und Alois Willimann, Rickenbuch LU, eine neue Orgel mit 29 Registern 203. Den Prospekt schufen Schreinermeister Gebrüder Alis und Klemens Kränzlin von Neuheim ZG, die Bildhauerarbeiten Konrad Wagner von Frauenfeld und die Fassung Johannes Ruostaller 203a.

Die Willimann-Orgel musste schon 1818 durch Johann Michael Gangyner verbessert und spielbar gemacht werden 204. 1859/60 Umbau der Orgel durch Firma E.F. Walcker, Ludwigsburg 205.  Reparaturen und Umbauten von Firma Kuhn 1883 und 1926. 1965-71 Neubau und Erweiterung um fünf auf 43 Register 206. 1987 umdisponiert und das zeitweilig entfernte Phys-Harmonika-Register wieder eingebaut (Firma Späth).

 

Der marmorgefasste Prospekt von 1806 (Jahreszahl in den Ornamenten der vasenbekrönten Türme) besteht aus fünf Türmen und sechs zum Teil doppelstöckigen Feldern und gleicht in der Anlage solchen von Franz Josef Remigius Bossard von Baar. Wegen seiner Grösse und der reichen geschnitzten und in Farbe und Gold gefassten Verzierung mit klassizistischen Vasenaufsätzen, Girlanden und Schleiergittern aus Lorbeer, Trauben, Eicheln und Granatäpfeln gehört das Orgelgehäuse nach Hans Gugger zu den „bedeutendsten dieser Zeit in der Schweiz“ 207.